Volkshilfe Steiermark
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Feiern und Gedenken: Leben im Seniorenzentrum Bad Aussee

13.11.2014

Die Feste feiern wie sie fallen, ist das Motto im Volkshilfe Seniorenzentrum Bad Aussee. Neben außergewöhnlichen Jubiläen und traditionellen Feiern werden auch die schmerzlichen Seiten, die ebenso zum Leben gehören, im Haus nicht vergessen – ein gemeinsamer Gedenkgottesdienst für die verstorbenen BewohnerInnen des letzten Jahres rundete die Feierlichkeiten im Oktober ab.

Theresia Erhardt ist 101

„Die Hexe von Irdning“, so der Spitzname der Jubilarin, lebt seit über einem Jahr im Seniorenzentrum der Volkshilfe in Bad Aussee. Schon ihr 100er wurde im Haus gefeiert. Die leidenschaftliche Gärtnerin verdankt ihren Spitznamen ihrer Heilkräuter-Passion. „Vom Löwenzahnsaft über Johanniskrautöl bis hin zur getrockneten Schafgarbe – Frau Erhart weiß alles über die besonderen Wirkkräfte heimischer Kräuter und die Zubereitung von diversen Naturheilmitteln“, zeigt sich Hausleiterin Gabriele Grill beeindruckt. „Ihren 101 Geburtstag haben wir gebührend gefeiert.“

Bier und Tanz
Am Samstag, den 24.10. war eine Abordnung der Grundlseer Tanzgruppe im Haus zu Gast und begeisterte die BewohnerInnen mit traditionellen Tänzen, Volksmusik sowie einigen heiteren Einlagen.


„Bundesrätin Vize-BGM Johanna Köberl, Vorsitzende des Volkshilfe Bezirksvereines Bad Aussee, spendete großzügigerweise ein Fass Bier, und so konnten wir, wie es sich gehört, das Fest mit dem traditionellen Bieranstich eröffnen“, erzählt Grill. „Ein herzliches Dankeschön an alle, die vorbereitet, mitgefeiert und zum Gelingen des Festes beigetragen haben.“

Gedenken an verstorbene BewohnerInnen

„Einen Tag vor Allerheiligen luden wir die Angehörigen der verstorbenen BewohnerInnen des letzten Jahres zu einem Gedenkgottesdienst ein“, so Grill. „Liebevoll vorbereitet von Diakon Wolfgang Griesebner und Pfarrerin Mag. Waltraud Mitteregger sowie unseren Mitarbeiterinnen DGKS Maria Mayr und PH Gertraud Malik feierten wir einen berührenden Gottesdienst und holten symbolisch die Verstorbenen noch ein letztes Mal in unsere Mitte.“ Der Stenitzer Dreigesang umrahmte die Feierstunde musikalisch. Zum Abschluss verbrachten die MitarbeiterInnen und Angehörigen eine gemeinsame Stunde bei Kaffee und Kuchen, in der gelacht, geweint, erzählt und viele Erinnerungen ausgetauscht wurden.